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Maïssa Bey
(Algerien) ist 2007 Trägerin der Förderpreises des
Vereins "LiBeraturpreis"
Nach Romanen, Kurzgeschichten, Novellen und Theaterstücken hat sie 2005 und 2006 wieder zwei Romane publiziert. Die Schicksale und Probleme von Frauen und Mädchen finden in ihren Erzählungen besondere Beachtung. Wie Assia Djebar will auch sie den Frauen eine Stimme geben, ihr Schweigen durchbrechen. So lässt sie in Sous le jasmin la nuit (L’Aube 2004) oder Cette fille-là (L’Aube 2001) vergewaltigte, entwürdigte, zwangsverheiratete, verstoßene, von der Hoffnung auf Liebe und Zuneigung enttäuschte Frauen zu Worte kommen. Worte die umso eindringlicher klingen, als Maissa Bey häufig die Ich-Erzählung wählt. Eine tiefe
Wunde in ihrem Leben hat das Verschwinden ihres Vaters hinterlassen, der,
als sie acht Jahre alt war, in den damaligen Kriegswirren von den Franzosen
unter den Augen seiner kleinen Tochter abgeführt wurde und später an den
Folgen von Folterungen starb. Ihm spürt sie in der Erzählung
Entendez-vous dans les montagnes (L’aube 2002) nach.
LiBeratur-Förderpreisträgerinnen
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